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Tagesgeld Zinsen und Zinsgarantie

 

Tagesgeld Zinsen und Zinsgarantie

Wer Geld anlegt, möchte auch eine anständige Rendite dafür erhalten, dies ist beim Tagesgeld nicht anders. Deshalb ist es bei einer Tagesgeld Anlage auch so wichtig, genau hinzusehen, wenn es um das Thema Zinsen geht – und auch um die Zinsgarantie.

Die Zinsen beim Tagesgeld Konto können jedoch ganz unterschiedlich sein. Dabei spielen meist zwei Faktoren eine Rolle, die dann zur Höhe der Zinsen für das Tagesgeld beitragen.

Leitzins – Hoch oder niedrig?
Der Leitzins spielt eine wesentliche Rolle, wenn es um die Höhe der Zinsen beim Tagesgeld geht. So sorgt ein niedrig angesetzter Leitzins dafür, dass auch die Zinsen im Bereich der Tagesgeld Anlagen und Festgeld Konten auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau angesetzt werden.

Wenn der Leitzins, den der Rat der Europäischen Zentralbank ein Mal im Monat festgelegt, steigt, ist jedoch für gewöhnlich auch ein Anstieg im Bereich der Tagesgeld Anlagen zu spüren.

Dennoch ist nicht bei allen Tagesgeld Konten dann der Zinssatz auch ganz niedrig, wenn der Leitzins niedrig ist. Es gibt neben dem Leitzinssatz noch einen zweiten wichtigen Punkt, der zu der Höhe der Zinsen beim Tagesgeld beiträgt.

Einlagensicherung mit Risiko oder nicht?
Sichere Geldanlagen haben auch ihren Preis – die Erwartung einer niedrigeren Rendite. Dies ist auch bei Tagesgeld Anlagen der Fall. Je höher das Risiko, desto höher der Zins, könnte - leicht pauschalisiert natürlich - gesagt werden.

Ist eine Einlage auf einem Tagesgeld Konto nur mittels einer gesetzlichen Einlagensicherung abgesichert, liegen die Zinsen automatisch höher, als wenn das angelegte Tagesgeld auch noch über eine der drei verschiedenen Einlagensicherungssysteme in Deutschland abgesichert ist. Denn: Diese Sicherungssysteme kosten die Banken Geld, und dafür bezahlen die Kunden indirekt durch verhältnismäßig niedrigere Zinsen als bei einem Tagesgeld Konto, das nur in einer gesetzlichen Einlagensicherung abgesichert ist.

Tägliche Verfügbarkeit hat ihren Preis!
Das Tagesgeld hat seinen größten Vorteil in der schnellen Verfügbarkeit des Geldes. Diese tägliche Verfügbarkeit des angelegten Geldes hat natürlich auch seinen Preis – niedrigere Zinsen, als sie bei Festgeldanlagen von längerer Laufzeit gezahlt werden. Dennoch stellt dies keinen Nachteil dar. Denn: Durch die Abhängigkeit vom Leitzins, durch den der Tagesgeld Zins immer auch indirekt angesetzt wird, sind auch schnelle Zinserhöhungen zu erwarten, wenn der Leitzinssatz angehoben wird. Dies ist bei einer Festgeld Anlage natürlich nicht möglich, da hier der Zins gezahlt wird, der zu Beginn vereinbart wurde, eine Zinserhöhung ist daher während der Laufzeit nicht möglich.

Gibt es beim Tagesgeld eine Zinsgarantie?
Ein Tagesgeld Konto hat, im Gegenteil zu einer Festgeld Anlage, keine Zinsgarantie. Dies kann, in Zeiten niedriger Zinsen, ein Nachteil sein – ist aber in Zeiten steigender Zinsen ein großer Vorteil. Denn: Die Angleichung der Tagesgeld Konten auf ein höheres Zinsniveau wird von den Banken meist recht schnell umgesetzt.

Teilweise gibt es jedoch begrenzte Zins“garantien“, bei denen der Zinssatz für das Tagesgeld für einen bestimmten Zeitraum garantiert sind. Dies könnte jedoch teilweise auch den Nachteil mit sich bringen, dass die Bank die Erhöhung der Leitzinsen eben nicht zum Anlass nimmt, die Zinsen für das Tagesgeld zu erhöhen – da die Zinsen ja noch auf einem garantierten Niveau sind. Bei Zinssenkungen werden diese dann jedoch nicht gesenkt, zumindest so lange nicht, wie die Garantie für die Tagesgeld Zinsen andauert.